
Kiews Bürgermeister Klitschko berichtete ebenfalls von zahlreichen betroffenen Gebäuden, darunter auch Hochhäuser und mindestens eine Schule. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben. Das Onlineportal "The Kyiv Independent" sprach von "einer Reihe von Explosionen" in der Hauptstadt. "Times of Ukraine" berichtete im Onlinedienst Telegram von Bränden, darunter auch einer in der Nähe des Regierungsviertels.
Selenskyj warnte vor Einsatz der Oreschnik-Mittelstreckenrakete
Zuvor hatte der ukrainische Präsident Selenskyj gewarnt, es sei mit einem russischen Angriff mit der neuen Oreschnik-Mittelstreckenrakete zu rechnen. Er berief sich dabei auf Geheimdienstinformationen. Die russische Oreschnik-Rakete ist eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete, die nach Angaben des Kreml eine Geschwindigkeit von mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde und Ziele in 3.000 bis 5.500 Kilometer Entfernung erreichen kann. Laut Russlands Präsident Putin ist es selbst für moderne Luftabwehrsysteme "unmöglich", die Rakete abzufangen.
Russland hat die ballistische, atomwaffenfähige Rakete bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes und zuletzt im Januar in der Westukraine. Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Moskau mit Vergeltung gedroht.
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Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
