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Ukrainischer Militärgeheimdienst
"Russland plant Provokation am AKW Saporischschja"

Die Ukraine wirft Russland die Vorbereitung einer groß angelegten Provokation am besetzten Atomkraftwerk Saporischschja im Süden des Landes vor.

27.05.2023
    Blick auf das Atomkraftwerk Saporischschja, das derzeit wegen der anhaltenden Kämpfe abgeschaltet ist.
    Blick auf das Atomkraftwerk Saporischschja (picture alliance / dpa / TASS / Erik Romanenko)
    Der Plan Moskaus sehe vor, die Anlage anzugreifen und dann zu melden, dass es dort zu einem radioaktiven Leck gekommen sei, heißt es in einer Erklärung der Geheimdienstabteilung des Verteidigungsministeriums in Kiew. Russland setze darauf, dass diese Meldung eine internationale Untersuchung in Gang setze, die zu einer Kampfunterbrechung führe. Dies wiederum solle den russischen Truppen eine Atempause für eine Neuformierung verschaffen, ehe eine angekündigte ukrainische Gegenoffensive komme. Belege für die Vorwürfe legte der Militärgeheimdienst nicht vor. Von russischer Seite gab es zunächst keine Reaktion.
    Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte Europas und wurde gleich zu Beginn des Angriffskrieges von russischen Truppen besetzt. Kämpfe in der Nähe hatten wiederholt Ängste vor einer potenziellen Katastrophe geschürt.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.