Wetter-Extreme
Schon eine Hitzewelle verändert dauerhaft das Leben im Ozean

Schon ein einzelnes extremes Wetter-Ereignis kann Ökosysteme für lange Zeit verändern. Forschende unter Leitung des Thünen-Instituts für Seefischerei in Bremerhaven haben festgestellt, dass die Folgen einer außergewöhnlichen Hitzewelle im Nordatlantik vor 22 Jahren noch heute im Meer nachweisbar sind.

    Sonnenstrahlen scheinen durch eine Wasseroberfläche.
    Die Hitzewelle im Nordatlantik von 2003 hat bis heute spürbare Folgen. (imago images / Westend61 / Konstantin Trubavin)
    Demnach hatten die Rekordtemperaturen 2003 Auswirkungen auf viele Arten: Bestimmte Einzeller breiteten sich aus. Der Kabeljau zog weiter nach Norden, weil sich dort das Eis zurückzog. Ein für die Nahrungskette wichtiger Fisch, die Lodde, zog von Island nach Grönland. Sie ist aber an das Leben dort nicht angepasst, so dass es zum Beispiel Probleme bei der Vermehrung gibt. Das hat wiederum Folgen für bestimmte Wale, die sich von Lodden ernähren.
    Die Forschenden schreiben im Fachblatt Science Advances, dass es in Zukunft aufgrund des Klimawandels häufiger extreme Wetter-Ereignisse geben könnte, die das Leben im Ozean plötzlich, aber langanhaltend verändern.
    Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.