Mittwoch, 17. August 2022

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Sebastian Gille
JazzFacts Fragebogen

Saxofonist Sebastian Gille ist einer der großen Individualisten des deutschen Jazz; er klingt so expressiv wie kein anderer. Für die Sendung wählte er Musik aus und spricht über das Streben nach Perfektion und die Unfähigkeit, sich zu verstellen.

Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer | 04.02.2021

    Ein blonder Mann in schwarzem Shirt posiert mit Tenorsaxofon vor holzgetäfelter Wand
    Voraussichtlich 2021 wird die zweite, vom Dlf co-produzierte Platte von Sebastian Gille erscheinen. (Deutschlandradio/Odilo Clausnitzer)
    2017 zog Sebastian Gille aus Hamburg nach Köln. Als Mitglied des Klaeng-Kollektivs und begehrter Mitspieler in vielen Bands ist er dort ein Aktivposten der Szene. Unverkennbar macht ihn sein persönlich gefärbter Ton. Mal mischt der sich bis zum Verschwinden in Ensembleklänge, mal scheint er vor Leidenschaft zu explodieren; in einem Atemzug kann er sich vom Flüstern zum Schrei wandeln. Als Solist wurde Gille vielfach ausgezeichnet, u. a. 2018 mit dem SWR Jazzpreis. Vor zehn Jahren entstand sein Debüt als Bandleader - bislang die einzige Platte unter seinem eigenen Namen.
    Im unregelmäßig stattfindenden Gesprächs-Format „JazzFacts-Fragebogen“ nehmen die Gäste im musikalischen Blind-Test zu vorgespielten Tonträgern Stellung, bringen eine eigene Hörauswahl mit und geben Auskunft über ihre Gedanken zur Musik. Dabei verriet Sebastian Gille auch, warum er Archie Shepp liebt, auch wenn der mal schief klingt.