Kiew
Selenskyj lehnt Neuwahlen ab

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die Forderung nach Neuwahlen zurückgewiesen. Diese stellten in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko dar, wird Selenskyj von der Nachrichtenagentur AFP zitiert. Er warnte vor einer Spaltung der Ukraine.

    Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, hält eine Rede. Er steht, schwarz gekleidet, an einem weißen Pult und gestikuliert.
    Wolodymyr Selenskyj (dpa / Michael Fischer)
    Der entlassene Verteidigungsminister Fedorow hatte dazu aufgerufen, trotz der russischen Invasion einen Weg zu Wahlen in der Ukraine zu finden. Diese sind wegen des Kriegsrechts seit 2022 ausgesetzt. Die letzte reguläre Abstimmung fand 2019 statt.
    Russland nutzt dies für Propaganda. Der Kreml behauptet, Selenskyjs Amtszeit sei im Mai 2024 abgelaufen, weshalb er als illegitim anzusehen sei und keine Friedensverträge unterzeichnen dürfe. Auch US-Präsident Trump ⁠hatte ⁠das Ausbleiben von Wahlen in der Ukraine kritisiert.
    Die Ukraine feiert heute den Tag der ukrainischen Staatsflagge. An einer Zeremonie in Kiew nahmen auch Regierungsvertreter von Norwegen, Finnland, Dänemark und der baltischen Staaten teil. Alle bekundeten der Ukraine ihre Solidarität bei der Abwehr der russischen Invasion. So kündigte etwa der norwegische Regierungschef Store an, die Hilfen seines Landes für die Ukraine auch im kommenden Jahr von umgerechnet fast acht Milliarden Euro fortzuführen. Die dänische Ministepräsidentein Frederiksen forderte die Verbündeten auf, der Ukraine rasch weitere Luftabwehrsysteme bereitzustellen.
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    Diese Nachricht wurde am 24.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.