Russischer Angriffskrieg
Selenskyj: USA wollen entmilitarisierte Zone im Osten der Ukraine

Die USA drängen die Ukraine weiterhin zur Aufgabe von Staatsgebieten, um einen Friedensschluss mit dem Aggressor Russland zu erreichen.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hört auf einer Pressekonferenz am 17. November in Paris den Fragen der Journalisten zu
    Der ukrainische Präsident Selenskyj erklärt, Gebietsabtretungen an Russland könnten auch nur durch ein Referendum des ukrainischen Volkes beschlossen werden. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Ukraine Presidency)
    In der Diskussion um den Friedensplan der Trump-Regierung schlägt Washington nach Angaben aus Kiew vor, Teile des Donbass in eine entmilitarisierte Sonderwirtschaftszone umzuwandeln. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte, dabei gehe es um den von der Ukraine kontrollierten Teil der Region im Osten des Landes. Der Kompromiss sehe vor, dass das russische Militär nicht in dieses Gebiet einmarschiere. Offen bleibe aber, wie eine solche Sonderzone verwaltet werde und wie Russland davon abgehalten werden könne, dennoch weiter vorzudringen.
    Der ukrainische Präsident bestätigte zugleich, dass der Plan im Gegenzug einen Abzug der russischen Armee aus den Gebieten Sumy, Charkiw und Dnipropetrowsk vorsehe. Für die südukrainischen Regionen Saporischschja und Cherson sei ein Einfrieren entlang der derzeitigen Frontlinie geplant. Die ukrainische Regierung führt derzeit auch Gespräche über Sicherheitsgarantien mit Vertretern der US-Regierung. Selenskyj sagte, es müsse konkrete Antworten darauf geben, was geschehe, falls Russland die Ukraine erneut angreife.
    Diese Nachricht wurde am 12.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.