
In Deutschland findet die Sonnenfinsternis kurz vor Sonnenuntergang statt, je nach Standort zwischen 19 und 21 Uhr. Dabei wird der Mond die Sonne bis zu 90 Prozent verdecken. Für eine totale Sonnenfinsternis müssen sich Erde, Mond und Sonne von der Erde aus gesehen in einer geraden Linie befinden. Das passiert vergleichsweise selten. Die letzte totale Sonnenfinsternis war in Deutschland 1999 zu sehen.
Die Astrophysikerin und stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie, Carolin Liefke, sagte im Deutschlandfunk, das Interesse an der Sonnenfinsternis sei vor allem unter Hobby-Astronomen groß
. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmeten sich in ihren Forschungsarbeiten inzwischen oft anderen Themen. Trotzdem gebe es offene Fragen: Durch eine totale Sonnenfinsternis werde etwa die äußere Atmosphärenschicht der Sonne sichtbar, die sogenannte Korona. In dieser Schicht werde es noch heißer als auf der Oberfläche der Sonne, erklärte Liefke. Warum das so ist, sei noch nicht erforscht.
Anschauen sollten interessierte Beobachter die Sonnenfinsternis allerdings nur mit einer speziellen Schutzbrille. Wer ungeschützt in die verdunkelte Sonne schaut, läuft Gefahr, seine Augen schwer zu schädigen oder sogar zu erblinden. Sonnenbrillen, Skibrillen oder 3D-Brillen sind für die Beobachtung nicht geeignet.
Sicher kann man die Sonnenfinsternis mit einer selbstgebastelten Lochkamera beobachten. Eine Anleitung zum Bau einer solchen Camera obscura gibt es zum Beispiel auf der Internetseite vom Bundesamt für Strahlenschutz.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




