Samstag, 03. Dezember 2022

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Sozialinitiative
"Kirche darf deutlicher kritisieren"

Die SPD begrüße das gemeinsame Sozialwort der Kirchen, sagte im Deutschlandfunk die Kirchenbeauftragte der Partei, Kerstin Griese. Allerdings hätte sie sich klarere Positionen gewünscht, beispielsweise zum Thema Armut.

01.03.2014

    Die SPD-Politikerin Kerstin Griese, Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales.
    Kerstin Griese: Sprecherin des Arbeitskreises der Christinnen und Christen in der SPD (dpa/Jonas Güttler)
    Das gestern veröffentlichte Sozialpapier der beiden großen Kirchen hat Zustimmung und Kritik hervorgerufen. Vertreter von Politik und Verbänden würdigten die ökumenische Zusammenarbeit. Die Arbeitgeber werteten das Papier als Unterstützung für die soziale Marktwirtschaft und Position gegen einen ausnahmslosen Mindestlohn. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstrich, dass die Kirchen der Ideologie der Deregulierung eine Absage erteilt hätten. Kritiker bemängelten, die inhaltlichen Aussagen seien zu profillos.