Korruption
Spanien: Lange Haftstrafe für früheren Sánchez-Vertrauten

In Spanien ist der frühere Verkehrsminister Ábalos in einem Korruptionsprozess zu einer Haftstrafe von 24 Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

    Das Foto zeigt Spaniens früheren Verkehrsminister Abalos im Gespräch mit Regierungschef Sanchez.
    Spaniens früherer Verkehrsminister Abalos (rechts) spricht mit Ministerpräsident Sanchez im Parlament. (Marta Fernández Jara / Europa Pres / Marta Fernández Jara)
    Der Oberste Gerichtshof in Madrid befand ihn für schuldig, sich im Zusammenhang mit der Beschaffung von Schutzmasken während der Corona-Pandemie unrechtmäßig bereichert zu haben. Er soll Schmiergeld für die Vergabe millionenschwerer öffentlicher Aufträge kassiert haben. Ein mitangeklagter Ex-Berater des Politikers erhielt eine Haftstrafe von 19 Jahren.
    Ábalos war ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Sánchez, der derzeit wegen weiterer Korruptionsaffären im Umfeld seiner Regierung in der Kritik steht. Unter anderem gibt es Ermittlungen gegen die Ehefrau und den Bruder des Regierungschefs. Gegen Sánchez selbst wird nicht ermittelt.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.