Migrationsstreit
Spanien weist erste Reisende aus Italien zurück

​Nach der Wiedereinführung von Grenzkontrollen für Reisende aus Italien hat Spanien den ersten Personen die Einreise verweigert. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, wurden bislang zehn Personen zurückgewiesen.

    Zwei junge Männer erklimmen den Grenzzaun zwischen Marokko und Ceuta.
    Migranten erklimmen den Grenzzaun zwischen Marokko und Ceuta. (picture alliance / abaca / Europa Press)
    Insgesamt seien am ersten Tag der Maßnahme 199 Personen auf zwölf Flügen aus Italien an den Flughäfen von Madrid, Barcelona, Sevilla, Bilbao, Alicante und Valencia kontrolliert worden. Spanien hatte am Freitag angekündigt, die Kontrollen für Flüge und Schiffe aus Italien ⁠bis ⁠zum 7. September ⁠beizubehalten.
    Die Regierung in Madrid reagiert damit auf ⁠einen ähnlichen Schritt Italiens im Streit ⁠über unerlaubte Einwanderung. Italien hatte das Schengen-Abkommen in Bezug auf Spanien teilweise ausgesetzt, nachdem vorübergehend zehntausende Menschen von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta eingedrungen waren. Madrid stellte Rom eine Frist zur Aufhebung der Einreisekontrollen. Italien hielt jedoch an seinen Maßnahmen fest.
    Diese Nachricht wurde am 09.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.