Social Media
SPD-Papier regt Verbot für Kinder unter 14 Jahren an

In der SPD kursiert ein Papier, das Medienberichten zufolge die Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder unter 14 Jahren anregt.

    Ein Jugendlicher schaut auf sein Smartphone. Er liegt dabei auf dem Sofa und ist nur von hinten zu sehen.
    Die SPD spricht sich in einem Papier für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren aus. (picture alliance / dpa / Tobias Hase)
    Parteipolitiker aus Bund, Ländern und dem Europaparlament schlagen darin vor, eine Altersverifikation mit Hilfe einer App verpflichtend zu machen. Kern ist eine nach drei Altersgruppen abgestufte Regelung: Für unter 14-Jährige bestünde demnach ein vollständiges Nutzungsverbot, für unter 16-Jährige eine verpflichtende Jugendversion. Ab 16 Jahren – also auch für Erwachsene – sollten künftig auf den digitalen Plattformen algorithmische Empfehlungssysteme standardmäßig deaktiviert sein.
    Experten warnen indes vor Verboten. Sie befürchten Nachteile bei der Befähigung junger Menschen zum Umgang mit Sozialen Medien, Verstöße gegen das Recht auf digitale Teilhabe und abnehmenden Druck auf Plattformen, ihre Dienste sicherer zu gestalten. In der Koalition aus Union und SPD gibt es unterschiedliche Auffassungen zu dem Thema. Der digitalpolitische Sprecher der SPD, Schätzl, sprach sich zuletzt gegen ⁠Pauschalverbote aus. Stattdessen müssten Plattformen ihre Angebote regulieren. Als Beispiel nannte er die Abschaltung suchtfördernder algorithmischer Empfehlungssysteme für minderjährige Nutzer.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.