
Der Süd-Jemen war bis zur Vereinigung mit dem Norden 1990 ein unabhängiger Staat. Die Separatisten werden von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt und haben in den vergangenen Wochen weite Teile der Region unter ihre Kontrolle gebracht, die an Saudi-Arabien grenzt. Dies führte zur Spaltung der Militärkoalition, die seit Jahren gegen die schiitische Huthi-Miliz kämpft.
Die Allianz wird von Saudi-Arabien angeführt. Sie wird von den USA und wurde bisher auch von den Emiraten unterstützt. Saudi-Arabien steht aber an der Seite der Regierung des Jemen und will die STC-Separatisten zurückdrängen. Nach Angaben eines STC-Sprechers haben saudische Kampfjets mehrere Stellungen der separatistischen Miliz angegriffen. Dabei seien 20 Kämpfer getötet und viele weitere verwundet worden.
Die Konfliktparteien im Jemen
Die dominierende militärische Kraft im Jemen mit seinen rund 40 Millionen Einwohnern ist weiterhin die islamistische Huthi-Miliz. Sie wird vom Iran unterstützt und kontrolliert die Hauptstadt Sanaa und das bevölkerungsreiche Hochland im Norden. Schätzungen zufolge leben zwischen 60 und 65 Prozent der Jemeniten in Gebieten unter Huthi-Kontrolle.
Die international anerkannte Autorität im Jemen ist der von Saudi-Arabien unterstützte Präsidialrat unter Leitung von Rashad al-Alimi. Dessen Macht schwindet aber. Seit der Offensive des STC im Dezember beschränkt sich die tatsächliche Kontrolle der Regierung auf kleine, isolierte Gebiete und ist auf die Luftwaffe Saudi-Arabiens angewiesen.
Eine weitere Konfliktpartei sind die Nationalen Widerstandskräfte, eine gut ausgerüstete Miliz unter der Führung von Tarek Saleh. Er ist der Neffe des ehemaligen jemenitischen Präsidenten Saleh und Mitglied des Präsidialrats. Die Miliz war mit Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate zur Bekämpfung der Huthis an der Westküste des Jemen gegründet worden. Sie hat Verbindungen zu Saudi-Arabien aufrechterhalten und strebt einen vereinten Jemen an. Damit bildet sie ein Gegengewicht sowohl zu den Huthis als auch zu den STC-Separatisten.
Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
