Kölner Forum für Journalismuskritik
Steingart: "Schmutzecken in asozialen Medien dürfen nicht geduldet werden"

Der Medienunternehmer Gabor Steingart hat ein hartes Vorgehen der deutschen und europäischen Politik gegen Hass und Hetze in Sozialen Medien gefordert. Es dürfe kein Entgegenkommen zugunsten der US-Techkonzerne geben, sagte Steingart im Kölner Forum für Journalismuskritik, einer Veranstaltung des Deutschlandfunks.

    Medienunternehmer Gabor Steingart und Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan beim Kölner Forum für Journalismuskritik
    Medienunternehmer Gabor Steingart und Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan beim Kölner Forum für Journalismuskritik (Thomas Kujawinski)
    Schmutzecken in, so wörtlich, asozialen Medien dürften nicht geduldet werden, betonte Steingart. Ähnlich sah es in der Diskussionsrunde die ehemalige Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Man dürfe in diesem Zusammenhang auf keinen Fall gegenüber den Tech-Konzernen und der US-Regierung kapitulieren. Europäisches Recht müsse durchsetzt werden. Die Politikwissenschaftlerin und Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission Schwan mahnte, es gebe einen klaren Machtmissbrauch der Plattformeigner, der durch die Machtpolitik von US-Präsident Trump verstärkt werde.
    Die US-Regierung hatte wiederholt darauf gepocht, dass es in Sozialen Medien keine Moderation und kein Filtern einzelner Kommentare geben dürfe. In Folge dessen stieg die Zahl von Anfeindungen und Falschmeldungen in den Netzwerken massiv an.
    Das von Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien moderierte Gespräch können Sie heute um 19:15 Uhr im Deutschlandfunk in der Sendung "Zur Diskussion" hören. Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht über die Veranstaltung.
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.