
Das Bundeskabinett hatte eine Anhebung der Alkoholsteuer grundsätzlich schon im April beschlossen, um Lücken im Haushalt zu schließen. Der Ministeriumssprecher erklärte nun, die Maßnahme erfolge aber "auch aus gesundheitspolitischen Erwägungen".
Weiterhin keine besondere Steuer auf Wein
Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, dass eine Erhöhung um 20 Prozent geplant sei - von 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol. Eine 0,7-Liter-Flasche 40-prozentiger Wodka würde damit um knapp 90 Cent teurer. Weiter hieß es, das Ministerium erwarte durch die Anhebung der Alkoholsteuer Mehreinnahmen von rund 400 Millionen Euro im Jahr. Nicht betroffen sei die Biersteuer, für Wein besteht weiterhin keine besondere Steuer.
Kommission des Gesundheitsministeriums empfiehlt drei Steuererhöhungen in Folge
Eine vom Gesundheitsministerium eingesetzte Kommission hatte eine Anhebung der Steuer auf Spirituosen vorgeschlagen, um mit Hilfe der Einnahmen die gesetzlichen Krankenkassen zu stabilisieren. Empfohlen wurden gleich drei Anhebungen in Folge - 2027, 2028 und 2029. Es sei zu erwarten, dass dadurch der Konsum sinke, was jährlich etwa 1.000 Krebsfälle vermeiden könnte sowie zahlreiche Unfälle.
Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






