Gaza-Streifen
Streit über Ernährungslage in dem Palästinersergebiet

Die Ernährungslage im Gaza-Streifen sorgt wieder für eine Kontroverse.

    Eine Person mit einem roten Pullover steht vor einem zerstörten Gebäude im Gazastreifen
    Die Ernährungslage im stark zerstörten Gaza-Streifen sorgt für Diskussionen. (picture alliance / Anadolu / Saeed M. M. T. Jaras)
    Auslöser ist ein UNICEF-Bericht, nach dem die Mangelernährung von Kindern in den Küstenstreifen auf einem niedrigen Niveau liegt. Israels UNO-Botschafter Danon forderte daraufhin Konsequenzen für diejenigen, die sein Land mit der Lüge einer Hungersnot beschuldigt hätten. Eine UNICEF-Sprecherin sagte dem Deutschlandfunk dazu, die jüngste Erhebung zur Ernährung bilde die Lage Mitte 2026 ab, die Hungersnot sei im August 2025 festgestellt worden. Beides sei zutreffend. Der Rückgang der Mangelernährung bei Kindern sei Folge der in der Zwischenzeit geleisteten Hilfe – und kein Beleg dafür, dass sie nicht notwendig gewesen wäre. Im Übrigen seien noch immer schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit auf Krisenniveau betroffen, also 67 Prozent der Bevölkerung des Gazastreifens.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.