
Dies sei für die transatlantischen Beziehungen von größter Bedeutung, sagte von der Leyen nach der Zusammenkunft mit einer parteiübergreifenden US-Delegation in Davos.
US-Präsident Trump, der am Mittwoch in Davos erwartet wird, bekräftigte vor Reportern in Florida, die USA wollten Grönland erwerben. Die Dänen und ihre Regierung seien zwar "wunderbare Menschen", aber sie seien "nicht in der Lage, Grönland zu schützen". Außerdem würden sie selbst gar nicht dorthin reisen. Weil die Insel aber von so großer strategischer Bedeutung sei, müsse Amerika sie übernehmen, meinte Trump.
Sollte das nicht möglich sein, müssten Länder, die seine Forderung nicht unterstützten, mit weiteren Zöllen rechnen. Konkret nannte er Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland.
EU berät über Reaktion auf Zölle
Die EU-Außenbeauftragte Kallas erklärte mit Blick auf die angedrohten Strafzölle, staatliche Souveränität sei kein "Handelsgut". Europa wolle keinen Streit beginnen, werde aber seine Position behaupten. Über mögliche Reaktionen auf Trumps Forderungen wollen die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag auf einem Sondergipfel beraten.
US-Finanzminister warnt EU vor Gegenzöllen
US-Finanzminister Bessent warnte die europäischen Staaten vor Vergeltungszöllen. Er halte das für sehr unklug, sagte er am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Europa solle nicht an der Absicht von Präsident Trump zweifeln, die Insel zu übernehmen.
Konferenz in Davos eröffnet
Das Weltwirtschaftsforumwurde am Montagabend eröffnet; das offizielle Programm beginnt am Dienstag. Reden werden unter anderem von Kommissionspräsidentin von der Leyen und Frankreichs Präsident Macron erwartet. Bundeskanzler Merz will in der schweizerischen Stadt am Mittwoch mit US-Präsident Trump ins Gespräch kommen.
Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
