Drohende Umweltkatastrophe
Tanker vor dem Oman hat deutlich mehr Öl verloren

Nach der Havarie eines Tankers vor der der Küste des Oman weitet sich die Ölverschmutzung weiter aus. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace berichtet dem Deutschlandfunk von aktuellen Satellitenaufnahmen. Danach sind inzwischen 1.000 Quadratkilometer verschmutzt.

    Ein Satellitenbild zeigt, wie Rohöl aus dem Tanker „Caroline Bezengi“ austritt.
    Ein Satellitenbild zeigt, wie Rohöl aus dem Tanker austritt. Die Aufnahme stammt von Ende Juli. (picture alliance / Planet Labs PBC via AP / Planet Labs PBC)
    Das entspricht ungefähr den Flächen von München, Dresden und Bremen zusammengenommen. Ende letzter Woche waren noch 600 Quadratkilometer. Greenpeace spricht von einer dramatischen Beschleunigung und ernsthaften Bedenken hinsichtlich des Zustandes des Tankers.
    Betroffen ist ein Schutzgebiet im Arabischen Meer mit Korallenriffen und seltenen Zugvögeln. Der havarierte Tanker namens "Caroline Bezengi" wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet und soll Schätzungen zufolge mindestens 110.000 Tonnen Öl geladen haben. Das ist knapp die dreifache Menge des Öls, das bei der Havarie des Tankers "Exxon Valdez" im Jahr 1989 vor Alaska ins Meer gelangte. Diese Ölpest gilt als eine der größten Umweltkatastrophen.
    Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.