
Von heute bis Sonntag sind demnach mehrere tausend Polizeibeamte aus dem gesamten Bundesgebiet in der thüringischen Landeshauptstadt. Die Behörden erwarten bis zu 50.000 Gegendemonstrierende. Das Bündnis "Widersetzen" hat angekündigt, den AfD-Parteitag durch Blockaden zu verhindern. Laut Landespolizei wurden bereits 69 Straftaten erfasst, überwiegend Graffiti. Die AfD will auf ihrem Parteitag unter anderem die Parteiführung neu wählen. Der AfD-Vorsitzende Chrupalla erklärte, er hoffe bei Straßenblockaden auf eine entsprechende Reaktion der Behörden.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lucassen forderte im Deutschlandfunk Bund und Land auf, Voraussetzungen zu schaffen, damit der Parteitag vernünftig durchgeführt werden könne. Der Linken-Politiker und frühere Thüringer Ministerpräsident Ramelow rief zu ausschließlich friedlichen Protesten auf. Gewalt sei kein legitimes Mittel, sich politisch auseinanderzusetzen, sagte Ramelow dem Medienportal Politico. Er distanzierte sich auch vom Aufruf eines linksgerichteten Bündnisses, den Parteitag durch Blockaden komplett zu verhindern. Die Proteste an sich hält der heutige Bundestagsvizepräsident für gerechtfertigt.
Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
