Freitag, 20. Mai 2022

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Thema mit Variationen
Meisterleistungen der Fantasie

Variationen fordern höchste Kreativität der Komponisten. Hier zeigen sie, was sie aus einem musikalischen Thema alles herausholen können. Der US-amerikanische Pianist Jeremy Denk hat verschiedene Variationen zusammengestellt: von Miniaturen bis zu einer Fantasie, die den typischen Aufbau umkehrt.

Am Mikrofon: Jonas Zerweck | 22.07.2019

Ein Pianist sitzt mit überschlagenen Beinen vor einem Flügel, lehnt sich mit einem Arm locker auf das Instrument.
Jeremy Denk hat „I still play“ von John Adams 2017 uraufgeführt. (Shervin Lainez)
Der 1970 in Durham, North Carolina, geborene Pianist Jeremy Denk wird in seinem Herkunftsland USA hoch geschätzt für sein Klavierspiel. Seine Interpretation der Goldberg-Variationen von Bach erhielt viel Aufmerksamkeit, genauso seine CD mit Werken von Charles Ives. Beim Klavier-Festival gab Denk 2017 sein Debüt, damals mit einem kleinteiligen Programm von Bach bis Nancarrow. Auch in diesem Jahr verbindet er die europäische klassische Musik mit der US-amerikanischen, die Kunst der Variation ist dabei ein roter Faden durch sein Programm.
Klavier-Festival Ruhr 2019
Ludwig van Beethoven
Fünf Variationen über das englische Volkslied "Rule Britannia", WoO 79
John Adams
I still play
Felix Mendelssohn Bartholdy
Variations sérieuses, op. 54
Ludwig van Beethoven
15 Variationen und Fuge in Es-Dur op. 35 "Eroica-Variationen"
Robert Schumann
Fantasie in C-Dur, op. 17
Jeremy Denk, Klavier
Aufnahme vom 25.6.2019 aus der Stadthalle Mülheim a. d. Ruhr