
Um Konflikte zwischen der Raubkatze und der Bevölkerung zu verhindern, stellten die Behörden eine Lebendfalle mit einer toten Ziege auf. Die Tigerin tappte sehr schnell hinein. Bewohner und Beamte hielten die ganze Nacht Wache, bevor das Tier am nächsten Morgen abtransportiert wurde. Die Tigerin sei unverletzt und in gutem Gesundheitszustand, teilten die Behörden mit. Tierärzte entnahmen Blutproben für DNA-Tests. Dann wurde die Raubkatze in einen Tierpark gebracht, während Experten nun nach einem geeigneten Gebiet suchen, in dem sie möglichst bald wieder ausgewildert werden kann.
Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Die Art wird sowohl nach indonesischem Recht als auch international streng geschützt. Schätzungen zufolge gibt es nur noch etwa 400 Exemplare in freier Wildbahn. Andere indonesische Unterarten wie der Bali-Tiger und der Java-Tiger sind bereits ausgestorben. Wegen des schwindenden Lebensraums der Tiere kommt es immer häufiger zu Konflikten mit Menschen. Erst im Juli war auf Sumatra ein 63 Jahre alter Kaffeebauer von einem Sumatra-Tiger getötet worden.
Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
