
Bundesweit wurden 2025 rund 238.500 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekanntgab. Das seien 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Noch stärker nahm die Zahl der Baugenehmigungen für neue Einfamilienhäuser zu. Sie legte um 17,2 Prozent auf 44.500 zu.
Bundesbauministerin Hubertz (SPD) erklärte, die "Trendwende im Wohnungsbau "habe begonnen". Sie machte dafür auch den Abbau von Bürokratie sowie Förderprogramme der Bundesregierung geltend; "Die Stimmung in der Branche hat sich verbessert".
Branchenverbände mahnen
Bis die genehmigten Bauvorhaben umgesetzt werden, dauert es jedoch. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie dämpfte deshalb die Euphorie. Nicht alles, was genehmigt worden sei, werde auch gebaut, so Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. Der Erfolg der Bundesregierung müsse sich deshalb an der Zahl der Baufertigstellungen messen lassen.
Ähnlich äußerte sich der Immobilienverband Deutschland.
Ähnlich äußerte sich der Immobilienverband Deutschland.
Der Wohnungsmarkt sei vor allem in den Städten unter enormen Druck, betonte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe. 2026 werde nicht besser: "Die Fertigstellungszahlen werden weiter sinken, weil eine genehmigte Wohnung erst in zwei bis drei Jahren fertig ist". Man sei noch weit davon entfernt, die Schieflage am Markt zu lösen.
Besonders wenig Genehmigungen 2024
Mehr neue Wohnungen sind erklärtes Ziel der schwarz-roten Bundesregierung. Die SPD-geführte Vorgängerregierung hatte 400.000 neue Wohnungen in Deutschland pro Jahr versprochen, dieses Ziel aber nie erreicht. Im Jahr 2024 waren 251.900 Wohnungen fertiggestellt worden und damit so wenig wie seit 2015 nicht mehr.
Das Pestel-Institut hatte errechnet, dass Ende 2024 bundesweit 1,4 Millionen Wohnungen fehlten. Bezahlbarer Wohnraum ist vor allem in Ballungsräumen knapp.
Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




