Freitag, 12. August 2022

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Trotz Steuerhinterziehung in Millionenhöhe
Cristiano Ronaldo kommt mit Geldstrafe davon

Das Steuerverfahren gegen Fußball-Star Cristiano Ronaldo ist beendet. Ein Gericht in Madrid sprach ihn schuldig, Steuern in zweistelliger Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Der Portugiese kam wie erwartet mit einer Geldstrafe davon, ins Gefängnis muss er nicht.

Von Oliver Neuroth | 22.01.2019

    Cristiano Ronaldo mit Freundin Georgina Rodriguez vor dem Landgericht von Madrid anlässlich seines Steuerhinterziehungsverfahrens. Madrid, 22.01.2018 | Verwendung weltweit
    Gut gelaunt: Cristiano Ronaldo mit Lebensgefährtin vor dem Landgericht in Madrid (Geisler-Fotopress)
    Schon vorab hatten Ronaldos Anwälte einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelt: Der Fußballer gesteht, Steuern hinterzogen zu haben, zahlt eine Summe von fast 19 Millionen Euro und wird im Gegenzug nur zu einer Gefängnisstrafe von 23 Monaten und 30 Tagen verurteilt. In Spanien ist es üblich, dass Haftstrafen unter zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.
    15 Millionen Euro an Steuern hinterzogen
    Die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte hatte Ronaldo vorgeworfen, während seiner Zeit bei Real Madrid über Briefkastenfirmen rund 15 Millionen Euro Steuern nicht gezahlt zu haben. Es geht um Einnahmen aus Bild- und Werberechten. Zum Start des Gerichtsverfahrens vor anderthalb Jahren hatte Ronaldo noch erklärt, er habe niemals etwas verschwiegen und auch niemals die Absicht gehabt, Steuern zu hinterziehen.
    Ronaldo musste heute persönlich vor Gericht in Madrid erscheinen. Er fuhr in einem schwarzen Van vor und gab seinen wartenden Fans Autogramme. Journalisten sagte er: "Es geht mir blendend!"
    Zweiter spektakulärer Steuerfall nach Messi
    Der "Fall Cristiano Ronaldo" gehörte zu den spektakulärsten Verfahren wegen Steuerhinterziehung im spanischen Profi-Fußball. Auch der argentinische Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona war wegen Steuerbetrug verurteilt worden - zu einer Haftstrafe von 21 Monaten und einer Geldstrafe von gut zwei Millionen Euro. Auch Messi musste nicht in Gefängnis.