Treffen in Washington
Trump gibt Staatsbankett für Xi im Weißen Haus

US-Präsident Trump hat den chinesischen Staatschef Xi zu einem Bankett im Weißen Haus empfangen. Beide Seiten geben sich betont kooperativ. Heute geht der Besuch des chinesischen Gastes in den USA zu Ende.

    Donald Trump (r.) und Xi Jinping
    Donald Trump (r.) und Xi Jinping (picture alliance / AP Photo/Mark Schiefelbein)
    Trump und First Lady Melania begrüßten Xi und dessen Frau Peng am Haupteingang an der Nordseite. Während der Ankunft der Gäste waren Proteste in der Nähe des Weißen Hauses zu hören. Während des Staatsbanketts erklärte Xi, China und die USA müssten als verantwortliche Großmächte zusammenwirken, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Trump sagte, ungeachtet der unterschiedlichen Systeme hätten sich die beiden Völker noch nie so gut verstanden wie zum jetzigen Zeitpunkt.

    Kernthemen: Künstliche Intelligenz und Handelsfragen

    Der chinesische Staatschef beendet heute seinen dreitägigen Besuch in den USA. Im Mittelpunkt standen Erörterungen zum Thema Künstliche Intelligenz und Handelsfragen. Die USA verkündeten zudem, dass sich beide Länder auf eine Verlängerung ihrer Zollpause um zwei Monate verständigt hätten. Konfliktthemen bleiben der Umgang mit Iran, Russland und Taiwan.
    Konkrete Details aus den Gesprächen wurden kaum bekannt. ARD-Korrespondent Samuel Jackisch kam vor dem Hintergrund von ”Pomp und Gloria” beim Empfang in Washington zu der Einschätzung : "Das Zeremonienprotokoll ist der Kern dieses Staatsbesuches."

    Ex-US-Botschafter Burns: "Xi lässt sich nicht von Schmeicheleien beeinflussen"

    Der frühere US-Botschafter in Peking, Nicholas Burns, hält den opulenten Empfang für fehlgeleitet. Er sagte dem US-Sender PBS, er habe selbst viel Zeit mit Xi verbracht und ihn als hartnäckig und pragmatisch erlebt. "Seine Gesamtstrategie besteht darin, die Vereinigten Staaten zu untergraben." Burns betonte: "Ich glaube nicht, dass sich Xi Jinping von Schmeicheleien beeinflussen lässt."
    Für den chinesischen Präsidenten ist es die erste USA-Reise seit 2023, als er zum APEC-Wirtschaftsgipfel nach Kalifornien gereist war. Sein vormals letzter Staatsbesuch mit Empfang im Weißen Haus fand 2015 statt. Spekuliert wird, ob sich Xi und Trump noch beim diesjährigen APEC-Gipfel im chinesischen Shenzhen oder beim G20-Gipfel in Miami im US-Bundesstaat Florida treffen könnten.
    Diese Nachricht wurde am 25.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.