
Die Aufschläge von 10 bis 12,5 Prozent traten um sechs Uhr deutscher Zeit in Kraft. Sie schließen nahtlos an bislang bestehende Zölle an, die heute auslaufen. Offiziell begründet wurden sie damit, dass die betreffenden Länder nur unzureichend gegen Zwangsarbeit vorgehen. Dass Trump eine neue Zoll-Begründung liefert, war erwartet worden. So kann er erneut das Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 heranziehen, das ihm die Erhebung von Zöllen ohne Zustimmung des Parlaments für maximal 150 Tage erlaubt.
Für die Europäische Union greift nach Angaben aus dem Weißen Haus künftig ein allgemeiner Satz von 10 Prozent. Gleiches gilt etwa für Großbritannien oder Kanada. Gegen Länder wie China oder Japan verhängen die USA dagegen den höheren Satz von 12,5 Prozent. Für Produkte etwa aus Stahl und Aluminium gelten weiter höhere sektorspezifische Zölle. Mehrere Länder reagierten mit Kritik auf die Maßnahmen. Die Regierung Brasiliens bezeichnete die neuen Abgaben als völlig willkürlich und unbegründet. Ein Vertreter der australischen Regierung erklärte, die neue Regelung ergebe keinen Sinn.
Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
