
Er habe von dem rassistischen Teil nichts gewusst, da er sich das Video nicht bis zum Ende angesehen habe. Er sei davon ausgegangen, dass sein Team das machen werde, offenbar sei das aber nicht erfolgt.
Die Darstellung war Teil eines Beitrags, in dem es um angebliche Manipulationen bei der Präsidentschaftswahl 2020 ging, die Trump gegen den Demokraten Biden verloren hatte.
Trump-Sprecherin weist Kritik zurück
In einem kurzen Einschub erschienen die Gesichter des früheren Präsidenten Obama und dessen Ehefrau Michelle mit Affenkörpern zur Melodie von "The Lion Sleeps Tonight". Der Ausschnitt mit den Obamas stammt wahrscheinlich aus einem mit Künstlicher Intelligenz erzeugten Video, das von einem anderen Konto erstellt wurde und bereits im Herbst vergangenen Jahres kursierte, wie eine Untersuchung der Deutschen Presse-Agentur ergab.
Die Bilder waren auf Truth Social veröffentlicht worden, später löschte das Weiße Haus es wieder. Trump-Sprecherin Leavitt wies Kritik zurück und verlangte von den Medien, mit der - wie sie sagte - "gespielten Empörung" aufzuhören.
Sowohl Demokraten als auch Republikaner verurteilten das Video als rassistisch. Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, der Demokrat Newsom, warf Trump ein "widerliches Verhalten" vor. Auch der Minderheitsführer der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Jeffries, fand deutliche Worte: "Donald Trump ist ein abscheulicher, gestörter und bösartiger Widerling".
"Tiefer geht es nicht" - Kritik auch bei den Republikanern
Das Video löste auch in Trumps republikanischer Partei Kritik aus. Senator Tim Scott aus dem Bundesstaat South Carolina, selbst ein schwarzer Mann und eigentlich Trump-Anhänger, erklärte: "Das ist die rassistischste Sache, die ich je aus diesem Weißen Haus gesehen habe". Die Gruppe Republikaner gegen Trump meinte, "tiefer geht es nicht".
Die Bürgerrechtsorganisation NAACP, die gegen Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe eintritt, kritisierte, der Clip sei "eine eindringliche Erinnerung daran, wie Trump und seine Anhänger Menschen wirklich sehen". Mit Blick auf die Kongresswahlen hieß es: "Daran werden wir uns im November erinnern."
Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



