
Wie Präsident Selenskyj mitteilte, wurde bereits zum zweiten Mal das sogenannte Dubna-Zentrum getroffen. Es liegt in der Region der Hauptstadt Moskau; von dort werden russische Satelliten für Internet und Mobilfunk gesteuert. Die Anlage wird auch vom russischen Militär genutzt. Über das Ausmaß der Schäden ist nichts bekannt. In der vergangenen Woche hatte es ähnliche Angriffe gegeben.
Das russische Verteidigungsministerium meldete, die Flugabwehr habe mehr als 400 ukrainische Drohnen abgefangen. Durch herabstürzende Trümmerteile sei mindestens ein Mensch getötet worden.
Viele Tote in Ukraine
Aus der Ukraine wurden derweil neue russische Luftangriffe mit zahlreichen Todesopfern gemeldet. In der östlichen Großstadt Charkiw wurde ein Mensch nach Angaben des Gouverneurs beim Einschlag einer Gleitbombe getötet, weitere zwölf wurden verletzt. Wie Präsident Selenskyj mitteilte, gab es zudem fünf Todesopfer bei einem Raketenangriff auf die zentralukrainische Stadt Dnipro. 29 weitere Personen seien verletzt worden. Darüber hinaus habe es einen Drohnenangriff auf einen Bus in der gleichnamigen Hauptstadt der Region Saporischschja gegeben, so der Präsident. In der Region Sumy berichtete die Polizei von zwei Toten.
Derweil erneuerte Selenskyj seinen Appell an die europäischen Staaten, den Ausbau der ukrainischen Luftabwehr voranzutreiben, damit sein Land ballistische Raketen abwehren könne. Die Menschen seines Landes brauchten besseren Schutz vor solchen Angriffen.
Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
