Sonntag, 25. September 2022

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Ukraine
Wenig Hoffnung auf Hafturlaub Timoschenkos

Die Voraussetzungen sind klar benannt. Die Ukraine soll im Fall der inhaftierten Julia Timoschenko einlenken und eine medizinische Behandlung ermöglichen, ansonsten wird es kein Assoziierungsabkommen geben. Doch nach einem Einlenken sieht es nicht aus.

Sabine Adler im Gespräch mit Britta Fecke | 19.11.2013

    Es ist der größte Staat zwischen der EU und Russland, und sehr groß schätzen verschiedene Experten auch die Wahrscheinlichkeit ein, dass dieser Staat, die Ukraine, in den nächsten Jahren in den Staatsbankrott schliddert. Die Ratingagentur Standard & Poors geht zum Beispiel mit einer 44-prozentigen Wahrscheinlichkeit von der baldigen Staatspleite der Ukraine aus.
    Wie die Prozentzahl auch berechnet sein mag, sicher scheint, dass das Land auf Hilfe von außen angewiesen ist. Die Frage ist nur, ob von links außen oder rechts außen - oder geografisch korrekt von Westen oder Osten, von der EU oder Russland? Die EU bietet mit der Unterzeichnung des fertig ausgehandelten Assoziierungsabkommen auch weitreichende Handelsvorteile, aber sie knüpft an ihre Unterschrift verschiedene Bedingungen. Unter anderem die Freilassung oder zumindest die medizinische Behandlung der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko.
    Über das Verhandlungsdilemma der EU haben wir an dieser Stelle schon berichtet. Heute wollen wir mit unsere Korrespondentin Sabine Adler nach Kiew blicken, denn dort muss das Parlament heute über das Gesetz zur medizinischen Behandlung von Julia Timoschenko abstimmen.
    Sie halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass das Gesetz zustande kommen werde, meint Sabine Adler im Interview. Alle Hintergrundinformationen zum Nachhören.