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Friedensappell
Ukrainischer Botschafter Makeiev nennt Aufruf aus Deutschland "zynisch"

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Makeiev, hat den Friedensappell von Gewerkschaftern und früheren hochrangigen SPD-Politikern als zynisch bezeichnet.

03.04.2023
    Porträt von Oleksii Makeiev dem Botschafter der Ukraine in Berlin. Er trägt Anzug, einen Mantel und eine Brille und guckt geradeaus in die Kamera.
    Oleksii Makeiev, der ukrainische Botschafter in Berlin. (IMAGO / Political-Moments)
    Der Aufruf zu Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine habe nur zum Ziel, die Verbrechen Russlands zu verschleiern, sagte Makeiev der Deutschen Presse-Agentur. Der einzig mögliche Friedensappell müsse an den russischen Präsidenten Putin gerichtet werden mit der Forderung, die russischen Truppen sofort aus dem kompletten ukrainischen Territorium abzuziehen, betonte der Botschafter.
    Unter dem Titel "Frieden schaffen!" hatten unter anderen der Historiker Brandt, der frühere DGB-Chef Hoffmann und der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Müller einen Aufruf an Bundeskanzler Scholz initiiert. Darin heißt es, Deutschland solle zusammen mit Frankreich die Länder Brasilien, China, Indien und Indonesien für eine Vermittlung gewinnen, um schnell einen Waffenstillstand zu erreichen.
    Zu den Unterzeichnern zählen auch der frühere EU-Kommissar Verheugen und der ehemalige Bundestagspräsident Thierse, beide SPD.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen.
    Diese Nachricht wurde am 02.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.