Gespräche über Kriegsende
Ukrainischer Präsident Selenskyj fordert mehr Druck der USA auf Russland - Rutte: Hohe Verluste bei russischen Soldaten

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat vor weiteren Gesprächen über ein Ende des russischen Angriffskriegs Kritik am Vermittler USA geübt.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor einem Mikrofon.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    Selenskyj sagte auf der Münchner Sicherheitskonferenz, zu oft forderten die USA Zugeständnisse nur von der Ukraine, nicht aber von Russland. Er hoffe dennoch, dass das trilaterale Treffen am Dienstag und Mittwoch in Genf ernsthaft und substanziell verlaufe. Die ukrainische Regierung erwarte Kompromissbereitschaft auch vom Kreml.
    Selenskyj beklagte, dass Material für die ukrainische Luftverteidigung oft zu spät komme. Manchmal stünden neue Raketen für die Abwehrsysteme Patriot oder Nasams erst kurz vor einem Angriff zur Verfügung. Sie werden von Deutschland und Norwegen geliefert.

    Rutte: Große Verluste bei russischen Soldaten

    Russland muss nach Aussage von NATO-Generalsekretär Rutte im Krieg gegen die Ukraine derzeit hohe Verluste hinnehmen. In den vergangenen zwei Monaten habe die russische Armee rund 65.000 Soldaten verloren, erklärte Rutte auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich bescheinigte er der westlichen Allianz Stärke. Russland werde es derzeit nicht wagen, die NATO anzugreifen. Dies müsse auch für die kommenden Jahre sichergestellt werden.
    Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.