Klimaschutz
Umfrage: Sinkende Zustimmung zur Energiewende

Die Mehrheit der Deutschen steht einer Studie zufolge weiterhin grundsätzlich zum Klimaschutz. Die Unterstützung für konkrete Maßnahmen ist demnach allerdings rückläufig - die Befragten sorgen sich um die Kosten. Das ergab eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und des Geoforschungszentrums GFZ.

    Neubaugebiet in Elsdorf. Solarmodule auf Hausdächern, im Hintergrund eine Windkraftanlage und die Dampfwolke aus dem Kühlturm des RWE-Braunkohlekraftwerks Niederaußem. Elsdorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland, 14.09.2019. | Verwendung weltweit
    Bei einer Befragung äußerte eine Mehrheit Sorge vor den Kosten der Klimaschutzmaßnahmen (picture alliance / Joker / Paul Eckenroth)
    So sank die Zustimmung zur Energiewende in den vergangenen fünf Jahren von 69 auf 60 Prozent. Bei der Befragung, die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt wurde, äußerten 55 Prozent ihre Besorgnis vor den persönlichen finanziellen Auswirkungen durch die angepeilten Klimaschutzmaßnahmen. Den Umstieg privater Haushalte auf klimafreundliche Technologien halten 79 Prozent ohne staatliche Unterstützung für nicht machbar. Außerdem bezeichneten 56 Prozent der Befragten die Energiewende-Politik als tendenziell unverständlich.
    Die Co-Autorin der Studien, Anna Meisiek, wirbt angesichts dieser Ergebnisse für eine Klimapolitik, die bezahlbare Alternativen bietet, gezielt fördert und Lasten fair verteilt.
    Diese Nachricht wurde am 13.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.