Jahresbilanz
Umsatzrückgang im Buchhandel

Der deutsche Buchmarkt ist im vergangenen Jahr unter Druck geraten. Der Umsatz aller Vertriebswege zusammen schrumpfte um 2,9 Prozent, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mitteilte. 2024 war der Umsatz noch um fast 2 Prozent gewachsen.

    Tische mit Bücherstapeln in einer Buchhandlung.
    Die deutschen Buchhändler haben 2025 weniger Bücher verkauft (Archivbild). (picture alliance / Sven Simon / Frank Hoermann)
    Angesichts des weiterhin schlechten Konsumklimas falle die Bilanz durchwachsen aus, sagte der Vorsteher des Börsenvereins, Guggolz. Ein hoher Kostendruck und Bürokratieaufwand stellten für Handel, Verlage und Branchenlogistik zusätzliche Hürden dar.

    Belletristik besonders gefragt

    Gegen den Trend wuchs der Umsatz der Belletristik im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent. Das meistverkaufte gebundene Buch war laut Media Control "Der Nachbar" von Sebastian Fitzek. Es folgte auf Rang zwei der 41. Band der Comic-Reihe Asterix "Asterix in Lusitanien" von Fabcaro und Didier Conrad. Platz drei belegte "The Secret of Secrets" von Dan Brown.
    Außer der Belletristik verzeichneten die übrigen Warengruppen Einbußen: Der Umsatz von Kinder- und Jugendbüchern schrumpfte um 2,5 Prozent, Sachbücher um 4,7 Prozent, Ratgeber sogar um 7 Prozent.
    Hoffnungsvoll stimme indes die anhaltende Buchbegeisterung junger Menschen, betonte Guggolz: Das Interesse an New-Adult-Titeln und damit der Umsatz der Belletristik wachse weiter.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.