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Umwelt-Enzyklika"Laudato si" ist zutiefst franziskanisch

An dieser Enzyklika ist einiges einmalig: Es ist das erste päpstliche Lehrschreiben der Kirchengeschichte, das sich ausschließlich mit Umweltfragen beschäftigt. Und wohl noch nie hat eine Enzyklika so viele Schlagzeilen produziert, bevor sie überhaupt erschienen ist.

Joachim Frank im Gespräch mit Andreas Main | 19.06.2015

Die Lehrschrift als gedrucktes Buch.
Die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus trägt den Titel "Laudato si"(Sei gepriesen). (AFP / Vincenzo Pinto)
Große Zustimmung hier, heftige Kritik dort. "Laudato si - Über die Sorge um unser gemeinsames Haus der Schöpfung" - so der Titel der ersten Enzyklika, die komplett die Handschrift von Papst Franziskus trägt.
Tagelang wurde spekuliert, was in dieser Enzyklika steht. Anfang der Woche ist ein Entwurf durchgesickert. Seitdem wurde viel geredet über etwas, was noch niemand gelesen hat. Joachim Frank hat die Enzyklika gelesen. Er ist katholischer Theologe, Kirchenexperte, Chefkorrespondent für mehrere Zeitungen der DuMont-Mediengruppe, und er hat mehrere Bücher zum Zustand der katholischen Kirche geschrieben. Ein Gespräch über die Frage: Wen stößt der Papst vor den Kopf - und wer vereinnahmt ihn? Wie ist die Enzyklika zu verstehen? Und wer missversteht sie?