Niedrigwasser
Umweltorganisation BUND kritisiert Pläne von Bundesverkehrsminister Bilger; Zustimmung vom Industrieverband BDI

Die Umweltorganisation BUND hat die Pläne von Bundesverkehrsminister Bilger für den Umgang mit dem anhaltenden Niedrigwasser kritisiert.

    Auf Sandbänken am Rhein gehen zwei Menschen spazieren, im Hintergrund das Stahlwerk Kokerei Schwelgern in Duisburg-Bruckhausen.
    Das Niedrigwasser beinträchtigt die Umsätze der deutschen Wirtschaft. (picture alliance / Jochen Tack / R7048 Jochen Tack)
    Die angekündigten Maßnahmen zeigten, dass die Regierung nicht verstanden habe, dass niedrige Flusspegel ein Symptom der Klimakrise seien, sagte der BUND-Vorsitzende Bandt der "Rheinischen Post". Mit der Ausbaggerung von Flussbetten oder mehr Lkw auf den Autobahnen lasse sich das Problem nicht lösen. Der Industrieverband BDI äußerte sich dagegen befürwortend. Die Verlagerung von Gütern auf Schiene und Straße werde die Auswirkungen des Niedrigwassers abmildern und die Wertschöpfungsketten stabilisieren, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, Lösch, ebenfalls der "Rheinischen Post".
    Bundesverkehrsminister Bilger hatte angesichts der niedrigen Flusspegel Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt. Dazu zählt die Stärkung des Schienengüterverkehrs sowie die Aussetzung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lkw.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.