
Eine der größten Herausforderungen für Ungarn sei die tiefe soziale und politische Polarisierung während der 16-jährigen Regierungszeit von Ministerpräsident Orban, sagte Baka. Der politische Wandel dürfe jedoch nicht aus Rache erfolgen. Nun müssten die demokratischen Institutionen wiederhergestellt und Machtmissbrauch strafrechtlich verfolgt werden.
Der frühere Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und spätere Präsident des ungarischen Obersten Gerichts war heute vom Parlament in Budapest zum Präsidenten gewählt worden. Der 73-Jährige erhielt 140 Ja- und 6 Nein-Stimmen. 2012 hatte er das Amt des Gerichtspräsidenten wegen seiner Kritik an der Justizreform des damaligen Ministerpräsidenten Orban verloren.
Das Präsidentenamt in Ungarn war frei geworden, nachdem die neue Mehrheit unter der Regierungspartei Tisza den bisherigen Staatschef und Orban-Verbündeten Sulyok durch eine Verfassungsänderung vorzeitig aus dem Amt gedrängt hatte.
Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
