Epstein-Akten
UNO-Experten rügen Umgang und fordern mehr Offenlegungen

Sachverständige der Vereinten Nationen haben sich kritisch zum Umgang mit den Akten des Sexualstraftäters Epstein geäußert. Die Sonderbeauftragte für Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Alsalem, forderte im Namen auch weiterer Experten in Genf die vollständige Offenlegung der Informationen unter gleichzeitiger Wahrung des Opferschutzes.

    Auf einem Tisch liegen Dokumente mit Texten und Fotografien, darunter auch von dem Sexualstratäter Jeffrey Epstein.
    Durch die Veröffentlichung der Epstein-Akten kommen immer mehr Details über das Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zutage. (picture alliance / Zumapress / Vladislav Nekrasov)
    Niemand sei zu reich oder zu mächtig, um über dem Gesetz zu stehen. Jede Straffreiheit für Täter sei inakzeptabel, ebenso seien Verjährungsfristen aufzuheben. Auch sei der Rücktritt von belasteten Personen allein kein Ersatz für strafrechtliche Konsequenzen. Weiter hieß es, die Handlungen erreichten in ihrem systematischen Charakter teils die Schwelle zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
    Erforderlich sei zudem eine unabhängige und gründliche Untersuchung darüber, wie solche Verbrechen über so lange Zeit hätten begangen werden können.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.