Nordafrika
UNO-Menschenrechtsrat verurteilt RSF-Gewalt in der sudanesischen Stadt al-Obeid

Der UNO-Menschenrechtsrat hat eine Untersuchung von Gräueltaten im sudanesischen Bürgerkrieg in der Stadt al-Obeid angeordnet.

    Genf: "Nations Unies" und "United Nations" steht am Haupteingang des Palais des Nations, Sitz des Büros der Vereinten Nationen (UNOG). Das UNOG ist das europäische Hauptquartier der UN.
    Der UNO-Menschenrechtsrat in Genf hat Gräueltaten in der sudanesischen Stadt al-Obeid verurteilt. (picture alliance / Daniel Karmann / Daniel Karmann)
    Die britische Vertreterin, Sanders, warnte vor Menschenrechtsverletzungen großen Ausmaßes durch die RSF-Miliz. In der zentralsudanesischen Stadt dürften sich nicht die Schrecken wiederholen, die sich im vergangenen Jahr in der westlich gelegenen Stadt al-Faschir ereignet hätten. Al-Obeid ist die Hauptstadt des derzeit schwer umkämpften Bundesstaats Kordofan. Die RSF versucht derzeit, die reguläre Armee aus al-Obeid zurückzudrängen.
    Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef teilte mit, im vergangenen halben Jahr seien mehr als 300 Kinder getötet oder verletzt worden. Insgesamt sind laut UNO-Angaben in dem seit April 2023 andauernden Krieg mindestens 59.000 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen durch Drohnenangriffe.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.