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UNO "zutiefst besorgt" über Tötung von Kriegsgefangenen

Im Krieg Russlands gegen die Ukraine prüft die UNO Fälle, in denen Kriegsgefangene beider Seiten getötet worden sein sollen.

24.03.2023
    Ukrainische Soldaten in der Nähe der Frontlinie, die russischen Truppen sollen nur 200 Meter entfernt stehen
    Ukrainische Soldaten in der Nähe der Frontlinie, die russischen Truppen sollen nur 200 Meter entfernt stehen. (IMAGO / Le Pictorium / IMAGO / Adrien Vautier / Le Pictorium)
    Die Leiterin der UNO-Menschenrechtskommission, Bogner, sprach auf einer Pressekonferenz in Kiew von bekannt gewordenen Hinrichtungen, bei denen bis zu 25 russische und 15 ukrainische Kriegsgefangene ermordet wurden. Von Seiten der Ukraine gebe es dazu in den meisten Fällen laufende Ermittlungen. Urteile seien noch nicht gesprochen worden. Bogner teilte außerdem mit, dass nach ihren Erkenntnissen elf der 15 ukrainischen Soldaten in Kriegsgefangenschaft von der Söldner-Gruppe Wagner getötet wurden.
    Die Vereinten Nationen hätten zuvor mit mehr als 400 Kriegsgefangenen gesprochen. Nach den Worten Bogners erlaubt jedoch nur die Ukraine den direkten Zugang zu den Gefangenen - Russland verweigert das.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.