Gemeinsamer Aufruf
Unternehmen fordern "konzertierte Aktion" zum Schutz vor KI-gesteuerten Cyberangriffen

In einem gemeinsamen Aufruf haben mehr als 100 internationale Unternehmen einen besseren Schutz vor KI-gesteuerten Cyberangriffen gefordert. Zu den Unterzeichnern gehören neben Banken, Versicherungen und Computerherstellern auch Softwarefirmen wie Microsoft, Anthropic, OpenAI und ProphetAI.

    Symolbild: Illustration einer Cyberattacke
    KI-gestützte Cyberangriffe nehmen zu. (Symbolbild) (imago | Alexander Limbach (Symbolbild))
    In dem Aufruf warnen die Unterzeichner vor einer Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen, weil die Modelle weltweit immer leistungsfähiger würden. Dadurch steige die Gefahr für öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, Wasserversorgung und andere Infrastruktur, Ziel einer Attacke zu werden. Um die Abwehr dagegen zu stärken, stehe nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung, heißt es in dem Schreiben.
    In einer Reihe von Empfehlungen führen die Unternehmen aus, wie Sicherheitsfirmen, Regierungen und KI-Konzerne handeln sollten. So müssten bestehende Computersysteme schnellstmöglich auf Schwachstellen untersucht, Sicherheitsteams für kritische Infrastrukturen personell, technisch und finanziell besser ausgestattet und der Einsatz von KI-gestützten Technologien zur Abwehr von Cyberangriffen verstärkt werden.
    In den vergangenen Monaten hatte es mehrere Sicherheitsvorfälle bei KI-Unternehmen gegeben. Unter anderem hatte sich ein KI-Modell von OpenAI in ein fremdes System gehackt , ähnliche Vorfälle gab es bei Anthropic.

    Weiterführende Informationen

    KI als Sicherheitsrisiko: Wie sich Chatbots mit ”Jailbreaks” entfesseln lassen
    Diese Nachricht wurde am 28.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.