Anthropic
US-Regierung hebt Exportkontrollen für KI-Modelle "Fable 5" und "Mythos 5" wieder auf

Die US-Regierung hat die Beschränkungen für die neuen KI-Modelle des Unternehmens Anthropic aufgehoben.

    Das Logo des KI-Modells Claude Fable 5 von Anthropic auf einem Display
    Claude Fable 5 von Anthropic gilt als extrem leistungsstark. (picture alliance / NurPhoto / Samuel Boivin)
    Das teilte das US-Unternehmen auf X mit. Demnach hat das Handelsministerium die Exportkontrollen für "Claude Fable 5" und "Mythos 5" beendet. Man werde sofort damit beginnen, den Zugang zu den KI-Modellen wiederherzustellen, versicherte Anthropic. US-Handelsminister Lutnick bestätigte die Entscheidung und begründete sie damit, dass Anthropic sich zur Schließung von Sicherheitslücken bereiterklärt habe.
    Die US-Regierung hatte am 12. Juni weitrechende Exportkontrollen für die leistungsstarken Modelle für Künstliche Intelligenz verhängt. Als Grund wurden nationale Sicherheitsbedenken angegeben. Anthropic wurde angewiesen, ausländischen Staatsbürgern keinen Zugriff auf die neuen Modelle "Fable 5" und "Mythos 5" zu ermöglichen. Weil sich aber kaum kontrollieren lässt, welche Staatsbürgerschaft die Nutzer haben, sperrte Anthropic den Zugang zu den KI-Modellen komplett.
    Die Modelle sind besonders gut darin, unentdeckte Software-Schwachstellen aufzuspüren. Zwischen der US-Regierung und Anthropic gibt es bereits seit längerem Streit, weil das Unternehmen dem Pentagon eine uneingeschränkte Nutzung der KI-Technologie für die Armee verweigert.
    Diese Nachricht wurde am 01.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.