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Vergrößerte Polypen bei Kindern

Stark vergrößerte Rachen-Polypen bei Kindern können Beschwerden verursachen. Früher wurden sie dann häufig entfernt. Doch eine neue Studie niederländischer HNO-Mediziner kommt zu dem Schluss: Nach der Entfernung der Rachen-Polypen haben Kinder nicht weniger Atemwegsinfekte als vorher.

Von Christian Floto | 20.09.2011

Jedes Kind hat Polypen. Sie werden auch Adenoide genannt – oder Rachenmandeln. Wenn sie stark vergrößert sind, dann können sie Beschwerden machen. Das Kind bekommt schlechter Luft durch die Nase, ist anfälliger für Infekte. Die Folge können aber auch Schlafstörungen sein oder eine vorübergehende Schwerhörigkeit.

Früher wurden vergrößerte Polypen häufig gleich entfernt. Niederländische HNO-Mediziner wollten nun wissen, ob eine solche Operation wirklich einen Vorteil bringt. Im Fachblatt "Britsh Medical Journal" kommen sie zu dem Schluss: Nach der Entfernung der Rachen-Polypen haben Kinder nicht weniger Atemwegsinfekte als vorher. Ihre Empfehlung lautet daher: Nicht sofort operieren. Lieber abwarten und beobachten.

Im Gespräch: Prof. Rudolf Leuwer, Direktor der Klinik für HNO-Heilkunde
am Helios Klinikum Krefeld

Den vollständigen Beitrag können Sie mindestens bis zum 20. Februar 2012 in unserem Audio-on-Demand-Player hören.