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Hitler-Attentat
Vertreter von Politik und Gesellschaft erinnern an Widerstand gegen NS-Gewaltherrschaft

Mit einer Feierstunde ist am 79. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft erinnert worden.

    Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, steht am Nationalen Gedenktag an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft im Ehrenhof des Bendlerblocks vor dem Gedenkkranz.
    Bundesverteidigungsminister Pistorius steht zum Gedenken an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus vor einem Kranz an einer Gedenktafel. (Fabian Sommer / dpa / Fabian Sommer)
    Vertreter von Politik und Gesellschaft versammelten sich in Berlin im Ehrenhof des Bendlerblocks zu einer Gedenkveranstaltung. Bundesverteidigungsminister Pistorius forderte in seiner Rede mehr Wachsamkeit gegen aktuelle extremistische Gefahren. Hass, Hetze und Gewalt nähmen demokratiegefährdende Ausmaße an. Pistorius würdigte die Beteiligten an dem gescheiterten Attentat als Vorbilder. Sie hätten sich trotz geringer Erfolgsaussichten entschlossen gegen das Unrecht gestellt.
    Bundeskanzler Scholz hob anlässlich des Gedenktages die Notwendigkeit des Schutzes der Demokratie hervor. Der Anschlag einer Gruppe von Offizieren um Claus Schenk Graf von Stauffenberg sei als Aufstand des Gewissens in die Geschichte eingegangen, erklärte Scholz per Twitter.
    In der Berliner Gedenkstätte Plötzensee wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft erinnert. Die Nationalsozialisten hatten im einstigen Strafgefängnis Plötzensee 2.800 Gefangene hingerichtet, die meisten wegen Widerstandes gegen die NS-Diktatur.
    Zur Stunde legen 400 Bundeswehr-Rekruten am Sitz des Verteidigungsministeriums ihr Gelöbnis ab.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.