Sonntag, 03. Juli 2022

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Viola und Gesang
Ein seltenes Duo

Der Klang der Viola ist wie dafür geschaffen, eine Singstimme zu begleiten: Ihr Register ähnelt dem der Stimme. Umso erstaunlicher, dass das Repertoire für diese Kombination klein ist. Sopranistin Christiane Karg und Bratschist Antoine Tamestit konnten dennoch ein reizvolles Programm zusammengestellen.

Am Mikrofon: Dorothee Riemer | 03.02.2020

Christiane Karg
Tritt sowohl als Opernsängerin als auch als Liedsängerin auf: die Sopranistin Christiane Karg. (Gisela Schenker)
Die Sängerin Christiane Karg und der Bratscher Antoine Tamestit haben zusammen mit ihrem Klavierpartner Malcolm Martineau aus der Not eine Tugend gemacht und sowohl unbekannte Werke als auch Bearbeitungen auf ihr Programm gesetzt. Den Anfang machte das Lied "Caris Mere" für Gesang und Viola des georgischen Komponisten Gija Kantscheli.
"Ich glaube, es ist ein bisschen ein Schocker, vor allem zu Beginn des Konzerts", sagt Sopranistin Christiane Karg, "aber was ich ganz toll finde, es ist für Viola und für Stimme solo, die Ohren werden geputzt, die Stimme wird auch geputzt, weil man wirklich ganz filigran da singen muss, … es ist eine ganz tolle Vorbereitung auf alles, was danach kommt und man hört die Stücke, die danach kommen, alle anders."
Ludwigsburger Schlossfestspiele 2019
Gija Kantscheli
"Caris Mere" für Sopran und Viola
Charles Martin Loeffler
Quatre poèmes pour voix, alto et piano, op. 5
Hugo Wolf
Spanisches Liederbuch, Geistliche Lieder (Auswahl)
Franz Schubert
"Auf dem Strome" für Singstimme, Horn und Klavier, D 943
Sonate für Klavier und Arpeggione a-Moll, D 821 op. post.
"Der Hirt auf dem Felsen" für Singstimme, Klarinette und Klavier, D 965
Christiane Karg, Sopran
Antoine Tamestit, Viola
Malcom Martineau, Klavier
Aufnahme vom 29.6.2019 aus dem Residenzschloss in Ludwigsburg