
Rüdiger sei ein klasse Spieler - aber Klasse müsse er als Nationalspieler auch bei seinem Verhalten zeigen, sagte der Sportdirektor der Fußball-Nationalmannschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Rüdiger fordere zu Recht Respekt für sich ein, diesen Respekt müsse er ohne Ausnahme auch anderen entgegenbringen.
Wohl keine Sanktionen des DFB
Aus den Aussagen Völlers ist abzuleiten, dass es wohl keine sportlichen Sanktionen seitens des DFB mit Blick auf die Nations League für Rüdiger geben wird. Der Vize-Kapitän ist für das anstehende Finalturnier in der Nations League vom 4. bis 8. Juni in München und Stuttgart eigentlich nicht verzichtbar.
Nach dem spanischen Pokalfinale habe sich Rüdiger bei ihm und Bundestrainer Julian Nagelsmann gemeldet, berichtete Völler. Das Thema wurde auch innerhalb des Deutschen Fußball-Bundes mit Präsident Bernd Neuendorf und Geschäftsführer Andreas Rettig besprochen.
Lange Sperre in Spanien möglich
Rüdiger hatte kurz vor dem Ende der Verlängerung des Endspiels gegen den FC Barcelona den Schiedsrichter wüst beschimpft und eine Taperolle in seine Richtung geworfen. Der einige Minuten zuvor bereits ausgewechselte Abwehrspieler sah dafür die Rote Karte. Ihm droht eine lange Sperre in Spanien.
Rüdiger war nicht zum ersten Mal negativ aufgefallen. Wegen einer Kopf-ab-Geste in Richtung der gegnerischen Fans im Achtelfinale der Champions League gegen Atlético Madrid war er Anfang des Monats erst von der UEFA bestraft worden. Neben einer Sperre für ein Spiel - ausgesetzt zur Bewährung für ein Jahr - erhielt er eine Geldstrafe über 40.000 Euro.
Diese Nachricht wurde am 29.04.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.