
Der Ölteppich sei inzwischen auf eine Fläche von rund 600 Quadratkilometern gewachsen, teilte die Umweltorganisation Greenpeace mit. Das entspricht etwa der doppelten Fläche Münchens. Betroffen sei eine ökologisch sensible Region. Das Öl gefährde unter anderem Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger. Die niederländische Organisation PAX warnte vor einer schweren Umweltkatastrophe, falls das Schiff zerbrechen sollte. Es hat Schätzungen zufolge etwa 110.000 Tonnen Öl geladen.
Öltanker war wohl von Russland nach Indien unterwegs
Der 270 Meter lange Tanker "Caroline Bezengi" wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet. Er hatte Anfang Juni einen Zwischenfall auf See erlitten und dann keine Standortdaten mehr mitgeteilt. Berichten zufolge steuerte der Tanker einen Hafen in Indien an, bevor er auf Grund lief.
Omans Transportministerium forderte die Eigentümer bereits auf, das Schiff samt seiner Ladung aus dem Gebiet zu entfernen. Berichten zufolge gehört es einem Unternehmen in China, das – ähnlich wie bei anderen Schiffen der Schattenflotte – zu einer Briefkastenfirma in Schanghai führen soll. Ohne verantwortlichen Besitzer bestehe das Risiko, dass der Oman die ökologischen und finanziellen Folgen allein schultern müsse, teilte Greenpeace mit.
Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
