Nach Island-Referendum
Wadephul: EU muss attraktiver werden

Bundesaußenminister Wadephul hat sein Bedauern darüber geäußert, dass die Bevölkerung Islands sich gegen Gespräche über einen EU-Beitritt ausgesprochen hat.

    Belgien, Brüssel: Johann Wadephul, Bundesaußenminister, gibt auf dem Flur des Europäischen Rates ein Interview.
    Bundesaußenminister Wadephul (Michael Brandt/dpa)
    Wadephul sagte, das wäre eine große Chance gewesen, gemeinsam stärker zu werden. Die Europäische Union müsse darüber nachdenken, wie sie bessere wirtschaftliche Aussichten bieten könne. Das Ziel einer Norderweiterung sollte man nicht aus dem Blick verlieren, so der Außenminister.
    Die Einwohner Islands hatten am Wochenende mehrheitlich gegen eine Wiederaufnahme der Gespräche über einen EU-Beitritt ihres Landes gestimmt. Das Ergebnis des Referendums fiel knapp aus. Vor 13 Jahren waren die Verhandlungen unterbrochen worden. Grund war vor allem die Fischerei, die der größte Wirtschaftszweig Islands ist.
    Der Grünen-Europaabgeordnete Freund sagte im Deutschlandfunk, eine stärkere Annäherung Islands an die EU wäre angesichts der Debatte um Grönland und der Drohungen von US-Präsident Trump ein wichtiges Signal gewesen.
    Diese Nachricht wurde am 31.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.