Zeitungsinterview
Wadephul für stärkere Ausrichtung der deutschen Außenpolitik an nationalen und europäischen Interessen

Bundesaußenminister Wadephul spricht sich bei der Ausrichtung der deutschen Außenpolitik für eine stärkere Berücksichtigung nationaler und europäischer Interessen aus.

    Johann Wadephul spricht vor einem Gebäude in Mikrofone zahlreicher Medien.
    Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU (Katharina Redanz/dpa)
    Wenngleich das Völkerrecht immer den Rahmen bilde, sei dies nicht der einzige Maßstab, sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". So gebe es auch andere Aspekte wie Wirtschaftsinteressen oder Bündnissysteme, die berücksichtigt werden müssten. Wadephul fügte hinzu, Außenpolitik sei bisweilen der nüchterne Blick auf das, was Deutschland und Europa nütze. Die Bundesregierung hatte sich wiederholt Vorwürfen ausgesetzt gesehen, bei der Anwendung völkerrechtlicher Maßstäbe mit zweierlei Maß zu messen.
    Kritiker argumentieren mit einer unterschiedlichen Bewertung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Vergleich etwa zum Vorgehen Israels im Gazastreifen und im Libanon.
    Diese Nachricht wurde am 20.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.