Ukraine
Wadephul trifft sich zum Abschluss seiner Reise mit Studenten und besichtigt Kriegsschäden

Bundesaußenminister Wadephul hat am zweiten Tag seiner Ukraine-Reise die Großstadt Charkiw nahe der Frontlinie im Osten besucht. Der CDU-Politiker traf sich dabei mit Studenten der Universität.

    Johann Wadephul (CDU), Bundesaußenminister, besucht ein zerstörtes U-Bahn Depot der Stadt Charkiw
    Außenminister Wadephul in einem zerstörten U-Bahn-Depot in Charkiw (picture alliance / AA / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Zudem besichtigte er ein Kraftwerk, das bereits mehrfach Ziel russischer Raketen gewesen ist, sowie ein zerstörtes U-Bahn-Depot. Wadephul würdigte den Widerstandswillen der örtlichen Bevölkerung. Er sagte, den Geist, der russischen Gewalt zu widerstehen und das Leben aufrechtzuerhalten, müsse man mit nach Europa nehmen.

    Wadephuls erster Besuch in Frontnähe

    Charkiw liegt etwa 30 Kilometer von der Front entfernt und wird regelmäßig von Russland angegriffen. Trotz der ständigen Gefahr leben in der Stadt weiterhin rund 1,4 Millionen Menschen. Es war der erste Besuch Wadephuls in Frontnähe. Während seines Aufenthalts gab es in dem ost-ukrainischen Ort mehrfach Luftalarm.
    Präsident Selenskyj hatte Wadephul bei einem Treffen in Kiew am Samstag ausdrücklich "für seine bevorstehende Reise in Regionen der Ukraine, in denen die Situation wegen russischen Beschusses schwierig ist", gedankt. Die ukrainische Führung sehe das als besonders starkes Zeichen, dass Deutschland im Abwehrkampf gegen Russland an ihrer Seite stehe, betonte Selenskyj.
    Diese Nachricht wurde am 23.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.