Syrien
Waffenruhe zwischen syrischer Armee und kurdischen Milizen offenbar kurz vor Ablauf verlängert

Die vereinbarte Waffenruhe zwischen der syrischen Armee und kurdischen Milizen ist Medienberichten zufolge wenige Stunden vor ihrem Ablaufen verlängert worden.

    Ein Soldat der syrischen Übergangsregierung steht auf einem Wachposten in Aleppo.
    Offenbar wurde die vereinbarte Waffenruhe kurz vor Ablauf der Frist verlängert. (IMAGO / Anadolu Agency / Izz Aldien Alqasem)
    Sie gelte vorerst einen weiteren Monat, meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Vertreter beider Seiten. Ein Grund sei, dass die Verlegung von inhaftierten Mitgliedern der Dschihadistenmiliz IS von Syrien in den Irak noch Zeit in Anspruch nehme, hieß es.
    Die kurdische SDF-Miliz hatte zuletzt große Gebiete im Norden des Landes an die vorrückende syrische Armee verloren. Die mit den Kurden verbündeten USA hatten deshalb die Verlegung von 7.000 Kämpfern der IS-Terrormiliz aus Gefängnissen in den kurdisch kontrollierten Gebieten in den Irak angeordnet. Zuvor soll es massenhafte Ausbrüche von IS-Mitgliedern gegeben haben.
    In Deutschland gibt es in zahlreichen Städten Solidaritätskundgebungen für die Kurden in Syrien, unter anderem in Frankfurt am Main, Köln, Magdeburg und München.
    Diese Nachricht wurde am 24.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.