
Hintergrund des Projekts war die bislang geltende Annahme, dass Wälder bei Dürre nicht mehr Kohlenstoff-Senke sind, sondern sogar zu einer Quelle von CO2 werden, etwa in Deutschland in den Jahren 2018 bis 2020, als viele Bäume abstarben und verrotteten. Neue Berechnungen des Thünen-Instituts in Braunschweig zeigen jetzt aber: Der Dürre-Effekt war nicht so stark wie vermutet. Denn während der Dürrejahre habe der Waldboden zusätzlich Kohlenstoff gespeichert, unter anderem dadurch, dass aus abgestorbenen Baumwurzeln kohlenstoffreicher Humus wurde. So könne zurecht gesagt werden, dass die deutschen Wälder auch in den Dürrejahren ihren Beitrag zum Klimaschutz geleistet haben. Die Braunschweiger Forscher betonen aber: Je länger eine Dürre dauert, desto weniger können die Waldböden den Ausfall der Bäume kompensieren. Dennoch müssten die wissenschaftlichen Modelle für künftige Boden- und Waldinventuren angepasst werden, hieß es.
Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
