Bundesgesundheitsministerin
Warken weist Vorwürfe von US-Minister Kennedy wegen angeblicher Verfolgung tausender Ärzte und Patienten in Deutschland zurück

Bundesgesundheitsministerin Warken hat Vorwürfe ihres amerikanischen Amtskollegen Kennedy zurückgewiesen, wonach in Deutschland tausende Ärzte und Patienten wegen Vorwürfen aus der Zeit der Coronapandemie juristisch verfolgt würden.

    Warken spricht vor der blauen Wand der Bundespressekonferenz in mehrere Mikrofone. Sie trägt ein hellblaues Hemd und ein dunkelblaues Jackett.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Kennedy hatte auf X erklärt, er habe Warken einen Brief geschickt, weil derzeit mehr als 1.000 deutsche Ärzte und tausende ihrer Patienten strafrechtlich belangt würden. Grund sei, dass sie während der Pandemie Ausnahmen vom Tragen von Masken und von Impfungen gegen Covid-19 gewährt beziehungsweise in Anspruch genommen hätten. Dazu erklärte Warken nun, die Einlassungen des US-Gesundheitsministers entbehrten jeglicher Grundlage. Während der Pandemie habe es zu keiner Zeit eine Verpflichtung der Ärzteschaft gegeben, Impfungen gegen Covid-19 durchzuführen. Eine strafrechtliche Verfolgung habe es ausschließlich in Fällen von Betrug und Urkundenfälschung gegeben, etwa bei der Ausstellung falscher Impfpässe oder unechter Maskenatteste.
    In seiner Nachricht auf X schrieb Kennedy den Namen der CDU-Politikerin falsch; dort hieß es statt Warken "Workin". Der US-Minister hatte in den vergangenen Jahren unter anderem Zweifel an Impfungen gestreut und Verschwörungstheorien verbreitet.
    Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.